Jersey - 5 Tipps!

Was ist überhaupt Jersey?

Erstmal das Grundlegende: Jersey ist ein gestrickter oder gewirkter Stoff. Er ist weich und dehnbar und liegt angenehm an. Viele Jerseys sind zudem elastisch, sie gehen also nach einer Dehnung wieder in ihre Ursprungsform zurück. Dies liegt an einem Elasthananteil. Jersey eignet sich toll für viele Kleidungsstücke und bietet einen hohen Tragekomfort. Daher haben wir hier fünf Tipps für dich, um Jersey leichter zu vernähen.


1. Achte auf die Richtung

Je nachdem in welche Richtung du Jersey dehnst, ist er elastischer oder weniger elastisch. Das liegt an den Maschen im Jersey. Diese geben in der Richtung des Fadenlaufs meist weniger nach. Quer lässt sich der Jersey stärker dehnen, daher sagt man auch querelastisch dazu.

Für Kleidung ist das natürlich wichtig, denn ein Shirt sollte in der Breite dehnbar sein für deinen Tragekomfort. Zum Beispiel muss ja der Kopf durch den manchmal sehr enganliegenden Halsausschnitt passen.

Ausnahmen bestätigen die Regel: es gibt auch Jerseystoffe, die in beide Richtungen elastisch sind. Diese heißen "Bi-Elastisch".


2. Erkenne die Richtung

Du kannst dir die Maschen genau ansehen und erkennst so die Richtung. Du siehst es aber auch an den Schnittkanten. Denn gerade feiner Jersey rollt sich entgegen zum Fadenlauf ein. Du weißt dann, dass dies die Schnittkanten sind und nicht die Webkanten des Stoffes. Wenn du den Jersey dehnst, verstärkt sich dieser Effekt des Rollens meist.

Maschenlauf von Jersey

3. Versäubere ihn nicht

Keine Frage, du kannst auch Jersey versäubern, wenn du das gerne magst. Und wenn du stolze Besitzerin einer Ovi bist, dann hat das natürlich neben vielen praktischen Vorteilen auch Schmuckwert. Aber es gibt gute Gründe Jersey nicht mit der Nähmaschine zu versäubern. Denn es ist erstens gar nicht notwendig. Die Kanten gehen nicht auf, auch nicht beim Waschen. Jersey franst nicht aus. Wenn du Jersey vor dem Nähen versäuberst, kann es dir außerdem passieren, dass die Kanten ausleiern und dein Zuschnitt nicht mehr aufeinander passt. Und der dritte Grund liegt im Tragegefühl. Die Kanten sind unversäubert weicher und Nahtzgaben drücken sich nicht so leicht durch auf die rechte Stoffseite.


4. Richtig stecken

Benutze viele Nadeln. Aber beginne nicht oben und ende unten zu stecken. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Stoffstück mehr gedehnt wird als ein anderes und die Enden plötzlich nicht mehr gleichlang sind. Besser ist es, wenn du erst Anfang und Ende steckst. Dann lege dein Teil flach auf den Tisch, streiche es nochmal glatt und stecke die Mitte. Nun wieder die Mitte zwischen der ersten und der mittleren Nadel und so weiter. So stellst du sicher, dass alles gleichmäßig gesteckt wird.

So klappt es auch prima, wenn es eine Mehrweite gibt, also ein Teil breiter ist, als das andere. Zum Beispiel bei Bündchen. Denn so verteilst du die Mehrweite ganz gleichmäßig auf den gesamten Stoff.


5. Die Nadel und der Stich

Verwende unbedingt eine Jerseynadel. Diese hat eine runde Spitze und verletzt so keine Maschen. Da Nähgarn nicht elastisch ist, dein Jersey aber schon, solltest du einen dehnbaren Stich wählen, damit die Nähte nicht reißen beim Tragen. Entweder du verwendest einen Spezialstich an deiner Nähmaschine oder einen leicht eingestellten Zickzack-Stich. Dazu reduzierst du die Stichbreite beim Zickzack, er wird so flacher, bleibt aber dehnbarer als ein Geradstich.

Ist das Nahtbild nicht sauber, kannst du auch eine Stretchnadel versuchen. Allerdings ist deren Spitze weniger weich gerundet, daher versuche es zunächst mit der Jerseynadel.

Zieht sich die Naht zusammen, löse die Oberfadenspannung ein wenig. Am besten, du probierst die Einstellungen zunächst auf einem kleinen Stoffrest aus.



Viel Spaß beim Nähen


Herzliche Grüße, Deine




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