Paperbag nähen!

Ich bin ein großer Fan von Zeitschriften mit tollen Bilderstrecken und komme am Kiosk schlecht daran vorbei. Auch im Zeitalter des Internets, vielleicht gerade deshalb ist es wunderbar Papier zwischen den Fingern zu fühlen und in aller Ruhe zu blättern.

Nun muss ich aber gestehen, dass die Zeitschriften bei mir einen kreativen Tod durch Ausschlachten sterben. Für Collagen und Moodbords und seit heute auch für Taschen...


Das Material

Gebraucht habe ich: Seiten einer Zeitschrift, Schrägband, Ösen zum Einschlagen, Stoff für die Innentasche und Kordel für die Henkel.

Zuschnitt

Ich habe drei Seiten aus der Zeitschrift ausgesucht, die mir gut gefallen haben. Jeweils eine Seite für das Vorder- und das Hinterteil der Tasche und eine weitere für das Mittelstück und den Boden. Die Bodenseite habe ich in drei Teile geschnitten und der länge nach angesetzt, so dass ich ein langes Stück erhalten habe. Ich habe es mit einem Streifen Tesa fixiert.

Im nächsten Schritt habe ich die Mitte des langen Streifens ermittelt und eine der Seiten dort angelegt. Mit einem kleinen fitzelchen Tesa habe ich beide Papierstücke fixiert...

... Schrägband um die Kante gelegt und es festgenäht. Runderum nähen ging nicht, weil das Papier dann knittrig geworden wäre. Also habe ich erst die untere Kante zusammengenäht und dann rechts und links jeweils ein neues Stück Schrägband angesetzt. Erst hat mich das gestört, weil es etwas unsauber wirkte. Im Nachhinein aber finde ich den Gesamtlook gerade deswegen toll. Es wirkt kreativ.

Jetzt habe ich die zweite Seite angesetzt und wieder mit einem Hauch von Tesa mittig unten fixiert,

Und wie auch beider ersten Seite mit Schrägband eingefasst. Da brauchte es etwas Fingerspitzengefühl, damit das Papier nicht so sehr knittert.

Die überstehenden Kanten oben habe ich einfach abgeschnitten. Für längere Haltbarkeit habe ich eine Innentasche aus Stoff genäht. Ich habe die Seiten einfach 1 zu 1 auf den Stoff übertragen und rechts auf rechts zusammen genäht. Wie man sieht auch ganz fix, ohne Versäuberung und Tamtam, die Kanten liegen ohnehin Innen.

Schließlich habe ich das Futter einfach in die Tasche gesteckt und mit Schrägband obenrum noch eingefasst. Ösen eingeschlagen, Kordel durchgezogen und verknotet und fertig war die Paperbag. Seitdem habe ich einen Ohrwurm von den Beatles... Paperbagwriter... träller... flöt...

Wenn ihr sie genau anseht, werdet ihr feststellen, dass sie mit der heißen Nadle genäht wurde und weit weg von perfekt ist. Aber es lief spontan so. Die nächste wird sicher sorgsamer erstellt, denn jetzt weiß ich ja, dass es grundsätzlich funktioniert. Ich mag aber auch die Ausprobiertasche und freue mich darauf, sie mit leckerem Inhalt zu verschenken an eine liebe Freundin.

Vielleicht hast du Lust auch eine Papiertasche zu nähen und hier zu zeigen.

Es grüßt dich herzlich Nina



Herzliche Grüße, Deine




Hast du alles für dein Projekt?
Hier gehts zu den Stoffen: